Haus und Garten

Energiesparhaus

Der Ausdruck Energiesparhaus ist ein Sammelbegriff für Häuser in umwelt- und energiebewusster Bauweise. Zu den Energiesparhäusern zählen beispielsweise das Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Nullenergiehaus, 3-Liter-Haus und Hybridenergiehaus. Die Definition Energiesparhaus bezeichnet ein Gebäude, das signifikant weniger Energie für Heizung und Warmwasser verbraucht als ein durchschnittliches Haus.

Niedrigenergiehäuser verbrauchen ca. 30% weniger Energie für Heizung und Warmwasser als Häuser in herkömmlicher Bauweise. Ein Haus darf nur als Niedrigenergiehaus bezeichnet werden, wenn höchstens 70 kWh oder 7 Liter Heizöl oder 7 m³ Gas jährlich pro Quadratmeter für die Heizwärme verbraucht werden. Dies entspricht einer Energie-Einsparung von ca. 30% gegenüber Häusern in herkömmlicher Bauweise.

Ein Energiesparhaus ermöglicht beträchtliche Einsparungen an Energie und Nebenkosten und minimiert auf diese Weise die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Der Dämmschutz an der Hausaußenwand bietet Lärm- und Schallschutz und sorgt zugleich für eine gleich bleibende Raumtemperatur. Die Gefahr von Feuchte- und Schimmelbildung wird damit auf ein Minimum reduziert. Durch die hochwertige Lüftungsanlage und die modernen Luftfilter ist die Raumluft selbst für Allergiker unbedenklich. Die Luftqualität ist immer gleich bleibend.

Niedrigenergiehäuser zeichnen sich durch eine gute Dämmung des Kellers, der Geschossdecken und des Daches aus. Die Fenster sind mehrheitlich nach Süden ausgerichtet und bestehen aus Zwei- oder Dreischeiben-Wärmeschutzglas. Die Fassaden des Hauses verfügen ebenfalls über eine gute Dämmschicht und Luftdichtheit. Für die Warmwasseraufbereitung und einen Teil der Heizung wird eine thermische Solaranlage eingesetzt, die das Sonnenlicht in Energie umwandelt. Auch die Heizungsanlage (Heizung mit Holzpellets, Niedertemperaturkessel) arbeitet in einem Niedrigenergiehaus energieeffizient.

Ein Passivhaus ist ein Energiesparhaus, das bis zu 90% der Heizkosten verglichen mit dem Verbrauch eines herkömmlichen Hauses, einsparen kann. Ein Passivhaus verbraucht nur ca. 15 kWh jährlich für Heizungswärme pro Quadratmeter Wohnfläche. Ein Passivhaus wird passiv warm gehalten. Es hat kein aktives Heizungssystem. Ein Passivhaus zeichnet sich durch große nach Süden gerichtete Fensterfronten aus, die die einfallende Sonnenwärme nutzen. Hauswände mit effizienter Wärmedämmung halten die Wärme im Hausinneren und minimieren den Wärmeverlust. Die Lüftungsanlage im Passivhaus führt ständig Frischluft zu, nutzt jedoch bis zu 95% der Wärme aus der Abluft und führt sie wieder in das Hausinnere zurück. Zum Einsatz kommen im Passivhaus auch Fenster mit Dreischeibenverglasung und einem niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten. Für die Warmwasseraufbereitung werden Solarkollektoren oder Wärmepumpen eingesetzt.

Eine weitere Verbesserung des Passivhauses stellt das Nullenergiehaus dar, das die im Haus benötigte Energie durch Solaranlagen bezieht.

Ein Plusenergiehaus gewinnt sogar mehr Energie als im gleichen Haus verbraucht wird. Damit wird eine positive Energiebilanz erzielt und der durch Solarkraft gewonnene überschüssige Strom kann in das externe Energienetz eingespeist werden.

Ein 3-Liter-Haus hat ebenfalls große Fensterfronten auf der Südseite des Hauses, die die Hauswände und die Innenluft des Hauses erwärmen. Durch die Lüftungsanlage wird die Wärme im gesamten Haus gleichmäßig verteilt. Ein 3-Liter-Haus kommt mit 30 kWh jährlich pro Quadratmeter aus.

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