Freizeit und Kultur

Ritterburg

In Ritterburgen lebten im Mittelalter der Burgherr und seine Familie. Die Burg war meistens sehr groß und hatte verschiedene Teile, wie zum Beispiel einen Vorhof, Wachtürme, eine Zugbrücke und oftmals auch eine Kapelle. Um die Burg herum gab es meistens eine Mauer, den sogenannten Burgwall.

In den Ritterburgen gab es eine regelrechten Markt auf dem die unterschiedlichsten Dinge verkauft wurden. Eine Ritterburg bot damals Schutz und stellte gleichzeitig ein Statussymbol dar. In der Burg selbst waren meistens nur sehr wenige Ritter anzutreffen, da diese meistens außerhalb der Ritterburg untergebracht waren. Auch das “normale” Volk hatte kaum Zugang zu den Burgen.

Der größte Teil der Bevölkerung waren damals Bauern.

Die meistens Räume der Ritterburgen wurden damals gar nicht oder nur sehr schlecht beheizt, so das es dort im Winter recht kalt, nass und ungemütlich war. Glasscheiben wie wir sie heute kennen, konnte sich damals kaum jemand leisten und so wurden die Fensteröffnungen mit Häuten oder Pergament verhängt um wenigstens etwas Schutz vor der Kälte zu haben. Die Beleuchtung bestand aus relativ teuren Kerzen und Talglampen, die nicht nur sehr unangenehm rochen sondern auch stark rußten. Die Raumausstattung war zu damaligen Zeiten in den Ritterburgen mehr als spärlich.
Viele Burgen lagen in Tälern um Wasser aus Flüssen beziehen zu können. Dies war zum Überleben eines der wichtigsten Kriterien. Bei den höher gelegenen Burgen wurden Brunnen erbaut, die oft mehr als 70 Meter tief waren und in deren Errichtung mehrere Jahre beansprucht hat. In den meisten Fällen musste trotzdem zusätzlich Wasser aus den Tälern zur Burg transportiert werden. Hierfür waren Mägde und Knechte zuständig.

Die Ernährung bestand überwiegend aus Getreide und den Lebensmitteln die man daraus herstellen konnte. Fleisch gab es nur sehr selten und dann fast ausschließlich für die “höhere Gesellschaft”.

Zur Unterhaltung wurden Feste und Turniere abgehalten. Die Turniere waren eine recht blutige Sache und die Feste immer sehr groß und ausschweifend.

Der größte Teil der heute noch erhaltenen Burgen und Ruinen stammt aus der Zeit des Hoch- und Spätmittelalter. Heute gibt es zum Teil noch gut erhaltene Burgen die als Ausflugsziele immer eine Reise wert sind. Eine dieser Burgen ist die Burg Falkenstein im bayrischen Wald, die als Sehenswürdigkeit gilt.

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